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Die Gründung des Ortes Lübars

Gründung

Unsere Gemeinde Lübars liegt im Osten des Jerichower Landes, grenzt östlich an das Bundesland Brandenburg und südlich an den Landkreis Anhalt-Zerbst. Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Lübars, Klein-Lübars, Glienicke und Riesdorf und liegt in einer Landschaft, die an den Fläming angrenzt.
Diese Landschaft ist geprägt von einer Vielzahl alter Baumalleen, welche die Felder und Weiden beiderseits der Ihle durchschneiden.
Es finden sich als Zeugen der Eiszeit viele große Findlinge an den Wegen.
Die durchschnittliche Höhenlage beträgt 80 m über NN. Der Thümer Berg im Hohen Fläming hat eine Höhe von 107 m.

Lübars wurde in einer Besitzurkunde des Klosters Leitzkau im Jahre 1187 erstmals urkundlich erwähnt.
In dieser Urkunde waren die Orte abgegrenzt, die Leistungen und Abgaben für das Kloster Leitzkau zu erbringen hatten.
Das Flüßchen Ihle (YLA) und die Elbe (Albia) dienten als Umgrenzungen.
Der Name des Ortes ist slawischen Ursprungs von lüb = Rinde, Bast gedeutet als Lindendorf oder auch von Lib/as = tropfendes Nass, Quelle gedeutet als Ort an einer Quelle liegend.

Interessant dabei ist auch die Entwicklung des Namens:


    1187   Lubas
    1219   Lubaz
    1329   major Lubas
    1365   Lubars
    1372   Ost-Lübars
    1562   Lübars

Anfang des 13. Jahrhunderts wurden die Slawen durch deutsche Kolonisten verdrängt. Letztere genossen Vorrechte, waren also die "Größeren", weshalb ihr Ortsteil den Namen Groß Lübars erhielt, während die slawische Restbevölkerung Frondienste leisten mußte. Dies waren Leibeigene ohne Rechte, die "Kleinen", daher der Name Klein-Lübars.

 

© HTS

 

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